In der Druckvorstufe wird oft von Reinzeichnung, Lithografie und Desktop Publishing (kurz: DTP) gesprochen, wobei es Lithografie so eigentlich nicht mehr gibt, da diese Form des Steindruckverfahrens veraltet ist und die Reinzeichnung einen Teilbereich von Desktop Publishing bildet.

Reinzeichnung als Teilgebiet von Desktop Publishing

Der Entstehungsprozess eines Werbemittels, wie beispielsweise einer Broschüre mit Text und Bildern findet in mehreren Phasen statt:

1. Rohlayout

In dieser Phase wird das Briefing erstmals grafisch umgesetzt. Hier stehen weder finale Bilder noch Texte fest, aber das grobe Raster, in dem die Broschüre, der Folder oder das Werbemittel umgesetzt werden soll sowie die einzelnen Bestandteile, die das Layout haben soll. Der Grafiker bastelt also alle Teile zusammen und erstellt das erste Layout, um zu zeigen, wie das fertige Werbemittel in etwas aussehen wird und wie die einzelnen Elemente angeordnet sind. Es wird mit Platzhalter-Bildern und Blindtexten gearbeitet, da meist finale Daten noch nicht ganz fest stehen.

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Grafikdesignerin Lilian in der Layout-Phase.

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Stefan bei der Reinzeichnung von einem Magazin.

2. Reinlayout

Ist das Rohlayout so freigegeben, kann die nächste Phase starten, die Reinlayout-Phase. Hier werden dann die endgültigen Bilder und Texte verwendet, Blindtexte und Platzhalter werden durch diese ersetzt. Jetzt kann man sehen, wie der Text in das Layout passt und ob er eventuell noch gekürzt werden muss, um alles schön im Raster anordnen zu können.

3. Reinzeichnung

Nach der finalen Freigabe des Reinlayouts folgt die Phase der Reinzeichnung. Dabei werden die für den Druck notwendigen Parameter eingestellt, wie die Beschnittzugabe, Schnittmarken, Farbmanagement und Trapping. Beim Contour Trapping geht es darum, weiße Blitzer und Löcher zu vermeiden, wenn mehrere Farben übereinander gedruckt werden. Dabei wird über das hellere Objekt eine Überfüller-Linie gelegt, so dass sich die beiden Objekte leicht überlappen und keine Blitzer entstehen. Wie breit dieser Überfüller ist, hängt vom jeweiligen Druckverfahren (Offsetdruck, Digitaldruck oder Siebdruck) ab. Beim Farbmanagement geht es darum, die Farbtreue zu halten, da Farben je nach Papier und Druckverfahren anders aussehen. Hier ist es wichtig, Farben richtig anzulegen und die Bilder im richtigen Profil abzuspeichern.

Desktop Publishing

Desktop Publishing ist der übergeordnete, moderne Begriff für das rechnergestützte Setzen von Dokumenten, die aus Texten, Bildern und Vektoren bestehen können. Ziel ist es aus dem vorangegangenen Design eine fertige Druckvorlage zu erstellen, die dann an die Druckerei geht. Desktop Publishing umfasst also den ganzen Prozess. Während bei der Reinzeichnung das Layout bereits feststeht und alle Texte und Bilder schon an den richtigen Stellen sitzen, ist das beim Desktop Publishing noch nicht der Fall.

Die Voraussetzungen für DTP sind ein Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI) sowie die Software zum Erstellen eines Layouts. Oft werden auch Scanner zur digitalen Erfassung von Dateien und Proofer zum Ausdruck von Korrekturbelegen im Desktop Publishing genutzt. Das marktbeherrschende Programm für DTP ist InDesign von Adobe, das vorangegangene Software wie PageMaker, Ventura und QuarkXPress abgelöst hat.

BERNSTEINER übernimmt den ganzen Prozess des Desktop Publishing für Sie – vom Layout über die Reinzeichnung bis zum Druck.

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Das Desktop Publishing Team von BERNSTEINER bei der Arbeit.

 

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